Tennis


Tennis Au, Muskelzerrung!

Ein praktisches Beispiel: Sie haben reserviert und warten nun geduldig, bis der Platz frei ist. Es ist 9 Uhr am Abend und das Wetter ist nicht sehr gut. Sie haben gerade mal eine Stunde Zeit, um Sport zu treiben und darum entscheiden Sie sich, sich nicht aufzuwärmen und Sie gehen vom Sportcafé direkt zum Tennisplatz. Der erste Aufschlag ist gerade noch so in Ihrem Bereich, also legen Sie einen kurzen Sprint ein und… plötzlich zieht es. Sie können 20 Tage lang nicht spielen. Wieder einmal nicht.

Und jetzt?

Eine kleine Muskelzerrung in der Wade ist eine sehr lästige Verletzung, die immer wieder auftritt. Sie ist sogar die häufigste Verletzung bei Tennisspielern, denn sie tritt viel häufiger auf als Muskel-, Ellenbogen-, Handgelenk- oder Fingerverletzungen, wie man eigentlich vermuten würde.

Kim van Wijk, Physiotherapeutin: „Eine Verletzung der Wade, wie zum Beispiel eine Muskelzerrung oder ein kleiner Muskelfaserriss, ist bei Tennisspielern eine häufig auftretende Beschwerde. Wir hören dann oft, dass es fatal sein kann, sich nicht adäquat bei Wettkämpfen oder Turnieren aufzuwärmen.

Abhängig von der Größe der Wadenverletzung müssen Sie dann auch schon mal 3 Wochen außerhalb des Platzes verbringen. Viele Sportler leiden mehr als nur einmal unter solchen Beschwerden und daher empfiehlt es sich, präventiv dagegen vorzugehen.

Es versteht sich von selbst, dass gutes Aufwärmen notwendig ist, wobei es wichtig ist, die Intensität Schritt für Schritt zu erhöhen. Auch während des Abkühlens nach dem Sport könnte man gewisse Maßnahmen ergreifen: die Intensität, die während des Aufwärmens schrittweise erhöht wurde, während des Abkühlens Schritt für Schritt verringern und die Waden ausschütteln und eventuell dehnen, wenn dies als angenehm empfunden wird.

„Wenn Patienten mit solchen Beschwerden in die Praxis kommen, verwenden wir im Rahmen der Behandlung neben der üblichen Physiotherapie und Untersuchung der jeweiligen Beschwerden sehr oft auch die Kompressionsstrümpfe von Herzog. Durch den Druck der Strümpfe wird die Wadenmuskulatur unterstützt und die Dehnung oder der Riss nicht extra belastet. Daneben wird die Muskelpumpe stimuliert, um Abfallstoffe schneller abzuführen.

Wenn die Belastbarkeit des Sportlers wieder hergestellt ist, empfehlen wir die Strümpfe präventiv weiterzutragen. Die Stoßbelastung, die durch schnelles Drehen und Wenden, Beschleunigen und abruptes Abbremsen verursacht wird, wird durch den perfekt angepassten Kompressionsstrumpf gut neutralisiert. Der Tennisspieler spürt, dass der Strumpf ihn unterstützt und bekommt dadurch wieder Selbstvertrauen. Daher hören wir oft, dass die Strümpfe, auch nachdem die Wadenbeschwerden abgeklungen sind, weiterhin präventiv getragen werden.

Wir sind mit der Wirkung der Strümpfe sehr zufrieden und empfehlen unseren Tennisspielern und selbstverständlich auch anderen Sportlern und jetzigen Patienten, die Strümpfe während und ebenfalls nach der Heilungsphase zu tragen, um Beschwerden an den Unterschenkeln zu vermeiden, “ so Kim van Wijk, Physiotherapeutin und Expertin für manuelle Therapie des ARP Center de Meer in Amsterdam.