Umfassend


Genauere Erläuterung des Wirkungsmechanismus

  • Nicht nur die Stoßbelastung während des Aufkommens, sondern auch eine intensive Anstrengung schädigen den Muskel und führen dazu, dass Zellgewebe bricht. Die so entstehenden Reste von Muskelzellen bleiben im zwischenzellularen Raum, wo ein hoher Eiweißanteil den sogenannten kolloidosmotischen Druck beeinflusst. Dadurch kann es dazu kommen, dass Gewebeflüssigkeit im venösen Teil des Kapillarnetzwerkes schwieriger aufgenommen wird. Als Folge davon wird Flüssigkeit gespeichert und gebunden. Ödembildung beeinflusst den Blutkreislauf negativ, was dazu führt, dass einerseits sowohl die Sauerstoff- als auch die Nährstoffzufuhr behindert werden und dass andererseits die Abfuhr von Milchsäure und Kohlenstoffdioxid stagniert.

 

  • Um die Fußgelenke herum sorgen die Strümpfe für eine relativ hohe Kompression, die Richtung Knie abnimmt. Mit der sogenannten Wadenmuskelpumpe kombiniert, beschleunigen die Strümpfe die Blutabfuhr über die Venen. Durch den erhöhten Druck auf das Gewebe wird die überschüssige Flüssigkeit, in der sich Abfallprodukte der Energieverbrennung befinden, aus dem zwischenzellularen Raum wieder in den Blutkreislauf geleitet. So stellt der deutlich abnehmende Druck des Strumpfes sicher, dass das Blut in den Adern, entgegen der Schwerkraft, in angemessenem Maß zum Herz zurückgeführt wird.

Es ist wichtig, wie schon vorher erläutert, dass der vom Strumpf ausgehende Druck vom Fußgelenk aufwärts stetig abnimmt. Die Kombination aus relativ hoher Kompression und abnehmendem Druck setzt jedoch voraus, dass die Maße und die Form von Beinen und Füßen genau bekannt sind. Denn von der Fußgröße allein kann man nicht auf die Form des Beines schließen. Bei ein und derselben Fußgröße kann es sich nämlich um ganz verschiedene Beinformen handeln, auf die der Druck eben auch auf verschiedene Art und Weise einwirken kann. Bei einem nicht genau angepassten Strumpf könnte sogar die genau entgegengesetzte Wirkung eintreten. Man denke hier zum Beispiel an den Wadenumfang eines Sprinters, der sich stark von dem eines Ausdauersportlers unterscheidet, während beide möglicherweise dieselbe Fußgröße haben. Durch ein genaues Maßnehmen der Beine werden die eben genannten, unerwünschten Nebeneffekte vermieden.